Mobility
WER BRAUCHT NOCH FAHRER? SELBSTFAHRENDE CABS!
NeMo.bil: Cabs für den ländlichen Raum
Im Projekt „NeMo.bil“ – ausgezeichnet mit dem Deutschen Mobilitätspreis – wollen die Beteiligten ein Mobilitätssystem für den bedarfsgerechten Personen- und Gütertransport entwickeln und prototypisch aufbauen. Hierzu entwickeln die Teams autonome Leichtbaufahrzeuge („Cabs“), die sich selbst koppeln, trennen und als Schwarm organisieren können. Personen- und Gütertransport verschmelzen zu einem flexiblen, nachhaltigen Mobilitätssystem – ein Leuchtturmprojekt für Deutschland.

Technologie im Reallabor
Die Fahrzeuge nutzen LiDAR (Light Detection And Ranging), Kameras, Radar, digitale Karten und eine zentrale Steuerungsplattform.
Level 4 erlaubt autonomes Fahren in definierten Bereichen und unter definierten Bedingungen. In der Erprobungsphase überwacht eine Sicherheitsperson im Fahrzeug den Betrieb – vergleichbar mit einem Fahrlehrer zum Fahrschüler. Edge-Cases werden gezielt getestet, um Systeme sicher und robust zu machen. Auf dem Bildschirm im Cab sichtbar sind die Daten von den optischen Sensoren LiDAR, die mit Laserlicht die Entfernung zu Objekten messen und so ein präzises 3D-Modell der Umgebung erstellen.

Testbetrieb und Ausblick
Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), dem Freistaat Bayern im Rahmen der „Hightech Agenda Bayern“ sowie regionalen Partnern aus Landsberg am Lech, soll autonome Mobilität nicht Vision bleiben, sondern reale Infrastruktur werden. Die vierjährige Genehmigung öffnet bundesweit Türen für Erprobung und Skalierung. Die ersten Testfahrten sollen bereits im zweiten Quartal 2026 starten, auf definierten Routen im öffentlichen Straßenverkehr – Autobahnen ausgenommen.
