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Mobility

WER BRAUCHT NOCH FAHRER? SELBSTFAHRENDE CABS!

Auf dem Bild (v. l.): Samuel Leitenmaier (Promovierender), Julian Stähler (Geschäftsführer TTZ Landsberg am Lech), Prof. Dr. Dr. h.c. Gordon Thomas Rohrmair (Präsident THA), Prof. Dr.-Ing. Carsten Markgraf (wissenschaftlicher Leiter Forschungsfeld autonome Systeme TTZ Landsberg am Lech) und Marcus Zwick (Gründer und Gesellschafter der INYO Mobility GmbH).
Die Technische Hochschule Augsburg (THA) erhält als erste ­deutsche Hochschule für angewandte Wissenschaften die bundesweite ­Genehmigung für Level-4-autonomes Fahren auf öffentlichen Straßen. An ihrem Technologietransferzentrum in Landsberg am Lech wird Forschung zum Reallabor: echte Straßen, echte Mobilität, echte Daten. Und auch Studierende und Forschende aus dem Verein StarkStrom Augsburg e.V. bringen Rennsport-Erfahrung in die Entwicklung der autonomen Fahrsysteme ein

NeMo.bil: Cabs für den ländlichen Raum

Im Projekt „NeMo.bil“ – ausgezeichnet mit dem Deutschen Mobilitätspreis – wollen die Beteiligten ein Mobilitätssystem für den bedarfsgerechten Personen- und Gütertransport entwickeln und prototypisch aufbauen. Hierzu entwickeln die Teams autonome Leichtbaufahrzeuge („Cabs“), die sich selbst koppeln, trennen und als Schwarm organisieren können. Personen- und Gütertransport verschmelzen zu einem flexiblen, nachhaltigen Mobilitätssystem – ein Leuchtturmprojekt für Deutschland.

Technologie im Reallabor

Die Fahrzeuge nutzen LiDAR (Light Detection And Ranging), ­Kameras, Radar, digitale Karten und eine zentrale Steuerungsplattform.
Level 4 erlaubt autonomes Fahren in definierten Bereichen und unter definierten Bedingungen. In der Erprobungsphase überwacht eine Sicherheitsperson im Fahrzeug den Betrieb – vergleichbar mit einem Fahrlehrer zum Fahrschüler. Edge-Cases werden gezielt getestet, um Systeme sicher und robust zu machen. Auf dem Bildschirm im Cab sichtbar sind die Daten von den optischen Sensoren LiDAR, die mit Laserlicht die Entfernung zu Objekten messen und so ein präzises 3D-Modell der Umgebung erstellen.

Testbetrieb und Ausblick

Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), dem Freistaat Bayern im Rahmen der „Hightech Agenda Bayern“ sowie regionalen Partnern aus Landsberg am Lech, soll autonome Mobilität nicht Vision bleiben, sondern reale Infra­struktur werden. Die vierjährige Genehmigung öffnet bundesweit Türen für Erprobung und Skalierung. Die ersten Testfahrten sollen bereits im zweiten Quartal 2026 starten, auf definierten Routen im öffentlichen Straßenverkehr – Autobahnen ausgenommen.

 

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