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Ungenutztes Potential

Warum Unternehmen jetzt auf Voice-Technologien setzten sollten

Voice Assistants
Eine Studie der Agentur OMD zeigt die steigende Relevanz von Voice-Technologien für Nutzer:innen. Mehr als jeder zweite Deutsche nutzt mindestens wöchentlich Voice-Anwendungen – doch vor allem aus Unternehmenssicht gibt es noch Luft nach oben.

Smart Speaker, Voice-Assistants und -Apps, Voice Search oder V-Commerce: Wie ist der Status von Voice-Anwendungen in Deutschland und wie können Marken sie gewinnbringend einsetzen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die kürzlich publizierte Studie „The Age of Voice 3.0“ der Medienagenturen OMD und Wake Word. Sie zeigt, dass die Relevanz von Voice weiter steigt. Aus den Nutzungsszenarien ergibt sich aber insbesondere eins: Für Marken und etablierte Unternehmen steckt viel Potential in der Technologie.

Sprachanwendungen sind für Viele längst Teil des Alltags

Voice-Anwendungen sind für viele Verbraucher bereits Routine. 52 Prozent der Deutschen nutzen laut Studie mindestens wöchentlich aktiv Voice Assistants in Smart Speakern, Smartphones, Tablets, Smart TVs oder auch auf Spielekonsolen – und bis Ende des Jahres werden es rund 60 Prozent sein. Der Umgang mit Voice wird dabei immer mehr zum Teil des Alltags, jeder Fünfte setzt die Sprachsteuerung mindestens täglich ein und zählt damit zu den Intensivnutzern.

Neue Nutzer:innen müssen sich erst zurechtfinden

Die wachsende Nutzerschaft bedeutet auch mehr potentielle Reichweite. Allerdings müsse man auch darauf achten, neue Anwendungen möglichst einfach und benutzerfreundlich zu gestalten, warnt Lukas Brocks, ein Initiator der Studie. Denn: „Ein signifikanter Teil der Voice-Nutzer ist sehr frisch dabei und muss sich noch an die Technologie gewöhnen“

Voice-Apps sind Entwicklungsfeld

In einem Drittel der deutschen Haushalte steht mindestens ein Smart-Speaker. Diese werden aber überwiegend zu Entertainment-Zwecken oder für einfache Aufgaben wie „Wetterbericht aufrufen“ oder „Timer stellen“ genutzt. Bislang noch kaum in Benutzung sind Voice-Apps, mit denen eine Interaktion mit Marken stattfinden könnte – weniger als 60 Prozent der Befragten hatte Apps auf ihren Smart Speakern aktiviert. „Der bislang vergleichsweise geringe Einsatz von Voice Apps bietet vor allem Marken eine Chance, mit guten Nutzer-Erlebnissen zu punkten“, ist Brocks überzeugt.

SEO-Optimierung für die Sprachsuche

Immer relevanter dagegen wird die Suche über Sprachbefehle. Jede fünfte Internet-Suchanfrage erfolgt bereits heute über Voice. Weil für Sprachanfragen andere SEO-Spielregeln gelten als bei regulären Suchen, empfiehlt es sich die eigene Website auch unter diesen Gesichtspunkten zu optimieren oder die Möglichkeit der Voice-Searches zumindest nicht aus den Augen zu verlieren.

Marken schaffen Vertrauen

Unternehmen und Marken können in Bezug auf Voice-Technologien aber vor allem eins: Vertrauen schaffen. Zwar ist die Sorge, von Alexa & Co. ausspioniert zu werden, mittlerweile geringer ausgeprägt als noch vor zwei Jahren, dennoch bewegen sich die Werte weiterhin auf einem relativ hohen Niveau. 57 Prozent der Intensiv- und 41 Prozent der Gelegenheitsnutzer geben allerdings an, sich bei der Sprachsteuerung in Bezug auf die Privatsphäre sicherer zu fühlen, wenn die abgerufenen Inhalte von Marken stammen, denen sie vertrauen.

Chance der Mitgestaltung

Viel der Technologie steckt also noch in den Kinderschuhen. Doch der Markt wächst und für Unternehmen gibt es Chancen, die Entwicklungen mitzugestalten. Insbesondere, weil etablierte Marken als vertrauensvoll und sicher gelten und Voice-Anwendungen so eine größere Seriosität verleihen können. Das wichtigste ist aber nach wie vor, Anwendungen so einfach und intuitiv wie möglich zu gestalten.

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