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Die süße Art der Fortbewegung

Die Gründer des Augsburger Mobility Startups qtway im Gespräch

Das Start-up qtway aus Augsburg im Interview
Das Augsburger Startup qtway macht es Unternehmen möglich, ihre eigene E-Mobilty-Flotte zu mieten. Im Interview sprechen die Gründer Fevzi Cakmak Kar und Marion Höreth über Nachhaltigkeit und verrückte Ideen, die man aussprechen sollte.

Was ist die Idee hinter eurem Start-up?

Fevzi Cakmak Kar: Für uns gehören E-Scooter und E-Bikes unbedingt zur Mobilität von morgen dazu. Mit qtway wollen wir nachhaltige und flexible E-Mobilität für jeden zugänglich machen. Durch unser Konzept lässt sich das leicht in den Arbeitsalltag integrieren. Und mit dem Namen – qtway setzt sich aus cute und way zusammen, also der „süßen Art“ der Fortbewegung – möchten wir im seriösen B2B-Umfeld ein positives, agiles Gefühl vermitteln.

 

Welche B2B-Kunden möchtet ihr ansprechen?

Marion Höreth: Unser Angebot richtet sich an Großkunden und Mittelstand mit Werksverkehr sowie Immobilienmanagement, Städte und Tourismus. Sie alle können von Annehmlichkeiten einer eigenen E-Flotte profitieren: Zeit- und Geldersparnis, Nachhaltigkeit und gesteigerte Mitarbeiterzufriedenheit gehören dazu. Zusätzlich zu einem individuell abgestimmten Mobility-Konzept genießen unsere Kunden einen Rundum-sorglos-Service. Derzeit kann man bei uns E-Scooter, E-Bikes und Ladelösungen im Private Sharing Modell mieten. Im nächsten Jahr soll unser Angebot noch um E-Roller und E-Lastenräder erweitert werden.

 

Lithium-Ionen-Akkus stehen häufig in der Kritik, dennoch bezeichnet ihr eure Produkte als besonders nachhaltig. Wie geht das?

Marion: Unsere E-Scooter und E-Bikes beziehen wir vom Marktführer in Sachen Sharing-Fahrzeuge. Um die Nachhaltigkeit der Produkte zu steigern, arbeitet deren Team bereits an einem Konzept zur Rohstoffrückgewinnung. Die hochwertige Verarbeitung der Fahrzeuge lässt außerdem eine hohe Lebensdauer erwarten. Für 2021 planen wir als Unternehmen CO2 neutral zu werden, das heißt, einen Offset der bei Produktion und Transport entstandenen Emissionen zu erreichen. Die Fahrt mit unseren Modellen ist natürlich von vorne­herein emissionsfrei.

 

Kommen wir zur Gründung: Was kam für euch überraschend?

Marion: Der bürokratische Aufwand ist definitiv etwas, das wir unterschätzt haben. Vom Gründungsdatum bis zum Eintrag ins Handelsregister vergehen einige Wochen, in denen man nur bedingt handlungsfähig ist. Aber davon sollte sich kein Gründer ausbremsen lassen.

Cakmak: Positiv überrascht hat uns die Unterstützung aus der Start-up-Szene und von unserem Pilotkunden und Investor Andreas Schmid. Dabei ist das Andreas Schmid Lab für uns mehr als ein reiner Kapitalgeber. Hier hatten wir vor der Gründung die Möglichkeit, unser MVP, also das Minimum Viable Product, zu entwickeln. Außerdem konnten wir sehr vom Netzwerk und der Erfahrung der Unternehmensgruppe profitieren.

 

Was waren für euch die größten Stolpersteine auf dem Weg zum eigenen Unternehmen?

Cakmak: Von der Idee zum MVP hatten wir einige Hürden zu meistern. Denn zu zweit ist es gar nicht so einfach, den kompletten Workload eines Start-ups abzubilden.

Marion: Trotzdem haben wir beide immer sehr gut harmoniert, unsere Qualitäten ergänzen sich perfekt. Im September konnten wir dann unser Team vergrößern. Ein wichtiger Schritt in Richtung Wachstum: Von anfangs zwei Teammitgliedern – nämlich uns beiden – sind wir mittlerweile auf acht gewachsen.

 

Welchen Tipp möchtet ihr Gründern mit auf den Weg geben?

Marion: Generell gilt: Keine Idee ist zu verrückt, um sie auszusprechen. Redet darüber! Sucht den Austausch mit anderen Gründern und nehmt Unterstützung an. Die erhaltet ihr von mehr Stellen, als ihr vielleicht denkt. Wir konnten beispielsweise von der HSA digit, also der Anlaufstelle für digitale Gründer an der Hochschule Augsburg, von unserem Investor Andreas Schmid Lab und anderen Beratern viel lernen.

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