Logo Rocketeer

Kaffeepause mit …

Alexander Geißenberger, Geschäftsführer xpose360

Alexander Geißenberger
Alexander Geißenberger, Geschäftsführer xpose360
Alexander Geißenberger ist Gründer und Geschäftsführer der Augsburger Marketingagentur xpose360 und Lehrbeauftragter für digitales Marketing-Management

Kannst du dich und deinen Werdegang kurz vorstellen?

Alexander Geißenberger, 1987 geboren, Daddy von einem Sohn und einer gerade schlüpfenden Tochter. Ich liebe (handgemachte) Musik, genussvolles Essen und Neues.

Seit 2009 darf ich als Gründer und nach wie vor Geschäftsführer der Digital-Marketing-Agentur xpose360 GmbH mit 70 Kolleg:innen in Augsburg meine Träume verwirklichen. In der Hochschule Augsburg kann man mich als Lehrbeauftragten im Masterstudiengang Marketing-Management Digital (MMD) antreffen. Und bei ausgewählten Kund:innen nehme ich eine Rolle im Aufsichtsrat wahr.

 

Wie trinkst du deinen Kaffee?

Ausnahmslos ohne Rum.

 

Was ist ein Thema, das dich zurzeit fasziniert?

Das Thema Virtual-Reality kombiniert mit Facebooks Metaversum-Vision. Facebook investiert mit über 10.000 Entwickler:innen massiv in dieses Segment. Betrachtet man die exorbitant zunehmenden Fortschritte in dieser Technologie, könnte das die Digitalindustrie auf ein neues Level heben. Dabei dreht sich das Produkt nicht, wie oft vermutet, rein um Gaming. Vielmehr ermöglicht die Metaversum-Vision uns, einen emotionalen Connect zu Menschen herzustellen, die tausende Kilometer voneinander entfernt sind. So könnten beispielsweise Mitarbeiterevents von global agierenden Unternehmen digital und weltumspannend stattfinden.

 

Wo setzt du noch auf analoge Technik?

Bei Schallplatten, Drums und Gitarren.

 

Was hat dich dazu bewegt, selbst zu gründen?

Primär motivieren mich Begegnungen, neue Erfahrungen und Herausforderungen. Wir haben mit der xpose360 einen Ort geschaffen, an dem Gleichgesinnte gemeinsam jeden Tag Erfolge erzielen. Unser Mission-Statement „Outperforming. With Heart and Brain“ bringt auf den Punkt, wie wir uns verstehen und was mich nach wie vor jeden Tag motiviert. Wir möchten besser sein als unsere Mitbewerber, aber dabei nie unsere Herzlichkeit und unser Köpfchen verlieren.

Jeden Tag mit Menschen zu arbeiten, die dieses Mindset teilen, war immer mein Ziel und ich bin sehr dankbar, dass ich es nach wie vor jeden Tag genießen darf.

 

Was sind deiner Erfahrung nach die Schattenseiten daran, eine eigene Agentur aufzubauen? Und was sind die besten Momente?

Die schönsten Momente sind die, in denen ich unsere Kolleg:innen wachsen sehe. Wir haben sehr viele Menschen an unserer Seite, die uns seit dem Studium begleiten und mittlerweile in Führungspositionen sind. Wir coachen selbst/intern viel, holen uns aber auch extern Unterstützung und sind natürlich auch auf allen relevanten Marketingevents als Speaker:innen und Zuhörer:innen vertreten. Wenn ich dann die Ergebnisse aus der jahrelangen Arbeit sehe, ist das ein Riesenerfolg für mich.

Außerdem bin ich sehr stolz, wenn ich trotz Wachstum, neuer Kund:innen, Kolleg:innen und dem Alltagsstress merke, dass unsere Werte vom kompletten Team gelebt werden. Wir bleiben fair, herzlich und menschlich. Wir leben ein empathisches Miteinander und es ist immer sehr viel Platz für Menschen und ihre individuellen Ziele da.

Dieses Milieu öffnen wir natürlich auch für unsere Kund:innen und wir sind stolz darauf, dass wir auffällig treue und intensive Kundenbeziehungen haben. Das hat uns zu Love-Brands wie unter anderem BMW Motorrad / Rent A Ride, Gardena, Webasto, yello, Vorwerk oder Haribo gebracht. Gleichzeitig lieben wir auch den lokalen Mittelstand wie Erwin Müller, exali.de, GO IN, LEW, britax römer, herrenausstatter.de oder Schöffel. Es ist fast unfair, nur Auszüge zu nennen, weil wir auf all unsere Kunden sehr stolz sind.

 

Was sind Entwicklungen aus der Marketingwelt, die man zurzeit nicht verpassen sollte?

Tracking, Cookies, TTDSG etc. sind heiße Themen, die uns in naher Zukunft vor neue Aufgaben stellen werden.

Und natürlich kann es absolut zielführend sein, neue Trends wie Clubhouse & Co. für die Hype-Zeit intensiv zu nutzen.

Langfristiger und nachhaltiger Erfolg im Performance-Marketing wird nach wie vor durch die großen Kanäle erzeugt. Suchmaschinenoptimierung, Paid-Media (SEA, Social-Advertising, Retargeting, Programmatic-Advertising), Affiliate-Marketing und Content-Marketing bilden noch immer und sogar zunehmend die Basis für skalierbares Wachstum. „Moderne“ Plattformen wie Pinterest oder TikTok reihen sich hier ein und können auch für konservative Unternehmen eine echte Chance bieten.

Unser großer Vorteil im Performance-Marketing ist die Messbarkeit. Wir wissen ganz genau, welche Erfolge durch uns erzielt werden und wie sich unsere Maßnahmen rechnen.

 

Wie behält man sich auch im Alltag seine Kreativität?

Glücklicherweise ist Kreativitätsverlust meistens nur eine Phase. In dieser kann man alles Mögliche „anders“ machen. Buch statt Hörbuch, Vegan statt Fleisch, englische statt deutsche Bücher lesen etc. Letztlich geht es darum, neue Synapsen zu bilden und damit neue Perspektiven zu entwickeln.

Ich habe beispielsweise begonnen, mit dem Fahrrad in die Arbeit zu fahren, einfach 25 km (und ich bin eher der Typ am Schokobrunnen als der im Fitnessstudio). Während dieser Zeit höre ich gezielt Podcasts und (Fach-)Hörbücher. Ich bekomme viel mehr von meiner Umwelt mit, genieße das Wetter und den Blick auf den Lech. Das sind Dinge, die ich vorher in meinem Bett-Bad-Auto-Arbeit-Bad-Bett-Ablauf nicht wirklich mitbekommen habe. Alles was mir dann während der Fahrt auffällt, diktiere ich via Siri in Erinnerungen für den Tag und setze sie um. Hat für mich funktioniert.

Wenn es einfacher sein soll, kann ich das Buch “Think outside the Frame” von Mario Pricken für neue Denkanstöße empfehlen.

 

Wenn du die Möglichkeit hättest, das nächste große Cover einer weltweit aufgelegten Zeitschrift zu entwerfen, was würdest du drauf machen?

Ich weiß es nicht – Ich fürchte, genau deshalb bin ich nicht auf dem Cover eines weltweiten Magazins. 😉

Lies auch: